14
Jun, 2018
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Von
Dr. Gerrit W. Hartung

Rückrufaktion AUDI 3,0 TDI

Und da haben wir schon die nächste offizielle Rückrufaktion: AUDI ruft nach Informationen von Spiegel Online auf Anordnung des Kraftfahrtbundesamtes sämtliche A6-Modelle mit dem aktuellen V6-Motor zurück. Es soll um Manipulationen zur Reduktion des AdBlue-Verbrauches gehen. 30.000 Fahrzeugbesitzern droht eine weitere Rückrufaktion. Betroffen von einer Rückrufaktion aus Januar 2018 sind alle A4, A5, A6, A7, A8, Q5 und Q7 mit der Abgasnorm 6. Zuvor war bereits der 4,2-Liter-V8-Motor aus dem A8 beim KBA in Flensburg aufgelaufen. Nach den neuesten Erkenntnissen des Kraftfahrtbundesamtes ist durch die Rückrufaktion für AUDI Diesel nun fast die komplette neue Dieselflotte aus dem Kreis der oberen Mittelklasse und der Oberklasse mindestens einfach betroffen.

Das KBA hat AUDI die Verwendung einer unzulässigen Abschaltvorrichtung nachgewiesen. Diese sorgt dafür, dass der Motor auf dem Rollen-Prüfstand weniger Stickoxyd produziert als im Realbetrieb – praktisch das gleiche Prozedere, mit dem VW schon im September 2015 aufgeflogen ist - nur eine andere Technik. Warum AUDI noch im Januar 2018 glaubte, damit durchzukommen, entzieht sich jeder vernunftorientieren Einschätzung.

Weiterer AUDI Diesel Rückruf war zu erwarten

Der Motor ist auch in allen Porsche-Diesel-Modellen (Cayenne und Macan) mit 6-Zylinder-Technik und Schadstoffklasse 6 verbaut und im VW Touareg 3,0 TDI – auch hier gibt es aktuelle Rückruf-Aktionen. 127.000 Autos wurden bislang produziert. AUDI muss der Aufforderung nachkommen, bis zum 2. Februar eine angemessene Lösung zu präsentieren und die Organisation des Zwangsrückrufes zu organisieren. Für Kunden bedeutet dies, dass in anstehenden Verfahren um eine Rückgabe des Wagens ein offensichtlicher Betrugsverdacht im Raum steht. Zudem dürfen Eigentümer auf eine ordentliche Entschädigung hoffen, denn das gekaufte bzw. noch auszuliefernde Auto entspricht nach dem Umbau nicht mehr der Version, für die sich der Kunde entschieden hat. Die Rückrufaktion für AUDI Diesel wird wohl noch die Gerichte beschäftigen.

Razzia bei Audi

Am 6. Februar wurde die Audi-Zentrale in Ingolstadt und das Werk in Neckarsulm von Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht. Es soll um die Suche nach Beweisen gegangen sein, mit denen die Betroffenheit von weiteren 200.000 Audi-PKW nachgewiesen werden könnte. Nach den aktuellen Erkenntnissen des KBA in Bezug auf die AdBlue-Reduktion sollen die Ermittlungen ausgeweitet werden.

Nach dem Rückruf können Veränderungen anstehen, z.B. in Bezug auf Motorleistung, Verbrauch und Lebensdauer, aber auch in Bezug auf den erwartenden Wiederverkaufswert oder auf den zuverlässigen Betrieb der Abgasreinigung. So hatte es nach einem Software-Update bei anderen Modellen – z.B. beim VW T6 immer wieder Probleme mit dem AGR-Ventil gegeben. Es sind jetzt viele Frage zu klären. Eigentümer der betroffen PKW tragen sich am besten in die „IG AUDI 3 l & 4,2 l“ ein, die von verbraucherschutz.tv in Kooperation mit kompetenten Anwälten deutschlandweit geführt wird. Ziel ist es, relevante Informationen zeitnah zu den betroffenen zu transportieren, Neuigkeiten zu bewerten und daraus Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.


KBA droht mit Zulassungsstopp

Die „Bild am Sonntag“ hat den aktuellen Dieselskandal rund um die Rückrufaktion AUDI Diesel am 21. Januar 2018 offen gemacht. Kann AUDI die notwendigen Maßnahmen nicht zeitnah entwickeln, dann droht wohl zusätzlich ein Zulassungsverbot, wie es z.B. auch für den aktuellen VW T6 mit PKW-Zulassung ausgesprochen wurde . Einen solchen Zulassungsstopp hat das KBA auch für den A8 mit 4,2 Liter-Diesel angekündigt . Hier liegt AUDI auch im Zeitplan der Entwicklungen zurück (Stand mai 2018).

Dass AUDI nicht viel Zeit bleibt ist wohl auch Indiz dafür dass das KBA schon länger „dran“ ist, die News aber erst jetzt in den Fokus der Medien geriet. Es geht bei der verbotenen Einrichtung um die Strategie der Software, den Wagen im Rollenprüfstand-Modus intensiver vorzuheizen, damit schneller eine für die Abgasreinigung optimale Betriebstemperatur erreicht wird. Diese Temperatur wird im Alltagsbetrieb nicht oder nicht schnell genug erreicht, sodass deutlich mehr Stockoxid ausgestoßen wird.

Rückrufaktion für AUDI Diesel alles andere als freiwillige Service-Maßnahme

AUDI führt eine kostenlose Serviceaktion an, in die auch die aktuell vom KBA erfassten Fahrzeuge einbezogen sind. Offenbar soll so der Eindruck entstehen, es handele sich grundsätzlich um eine freiwillige Optimierung im Rahmen eines funktionierenden Kundenservice. Mit freiwillig hat die aktuelle Rückrufaktion für AUDI Diesel aber ganz und gar nichts zu tun. Reagiert AUDI nicht zeitnah und den Erwartungen des KBA entsprechend, dann steht Ärger ins Haus – bis hin zur Zwangsstillegung betroffener PKW. Im Rahmen der aktuellen Rückrufaktion soll dem A6 und dem A7 Zulassungs- und Auslieferungsstopps drohen, wenn AUDI nicht zeitnah ergebnisse liefert.

Hier Betroffenheit abfragen

Normalerweise kann man über die Datenbank des Kraftfahrtbundesamtes die eigene Betroffenheit abfragen. Die neueste Rückrufaktion ist hier aber noch nicht eingetragen (Stand Mai 2018). Gerne ermitteln wir die Betroffenheit im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung.

Die in der IG Dieselskandal zusammengeschlossenen Anwälte bitte zeitnah darum, sich in der Interessengemeinschaft zur Rückrufaktion AUDI Diesel einzutragen, damit möglichst schnell verwertbare Informationen zusammengetragen werden können. Mitgliedern der Interessengemeinschaft werden von der kostenlosen Erstberatung bis hin zur kompletten Prozesskostenfinanzierung attraktive Angebote gemacht. Natürlich steht die Teilnahme auch betroffenen AUDI-Fahrern in Österreich, der Schweiz und anderen Ländern frei, auch hier gibt es attraktive Angebote in Kooperation mit Anwälten aus den jeweiligen Ländern.

Hier der verbraucherschutz.tv-IG "Dieselskandal" beitreten - nur die Emailadresse und die Auswahl der Gruppe sind Pflichtangaben.

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