09
Jun, 2018
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Von
Dr. Gerrit W. Hartung

BMW Diesel zurückgeben

MW steckt auch tief drin im Abgasskandal : Zwar wird noch alles dementiert, aber die Anfang Dezember 2017 vorliegenden Untersuchungsergebnisse von Messungen der Deutschen Umwelthilfe beißen sich schon massiv mit den bisherigen Aussagen von BMW-Chef Harald Krüger, der vehement betonte: "Es gibt keine Abschalteinrichtungen bei BMW".  Die DUH hatte Hinweise veröffentlicht, die auf die Funktionalität einer Abschaltvorrichtung im Rahmen der Abgasreinigung hinweist. Im März 2018 kommt heraus: 5er und 7er Diesel arbeiten auf jeden Fall mit einer Manipulierten Abgasbehandlung.

Getestet worden war der neue BMW 320 d, mit dem nun nach dem Porsche Cayenne und dem Audi A8 ein weiterer Fahrzeugtyp der Schadstoffklasse 6 in den Fokus des Abgasskandals rutscht. besonders prekär: BMW verbindet schon heute im Gegensatz zur Konkurrenz die effektivsten Systeme und kann eigentlich nicht mehr machen. Rechtsanwalt Dr. Hartung: "Und wenn schon die 'Besser-geht's-nicht-Autos' als Dreckschleudern geoutet werden, was ist dann erst mit den Vorgängern aus der Schadstoffklasse 5?"

Veröffentlicht wurden jetzt Messergebnisse, die im Alltagsbetrieb die Vorgaben des Labortests nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) um ein vielfaches Überschreiten, z.B. im Bereich der Stickoxyde. Das "Modell BMW" lässt das Getriebe grundsätzlich unter 3500 Touren schalten, geht es über 2500 Touren, dann geht reduziert die Abgaselektronik ihre Arbeit. Explodiert dann der Schadstoff-Ausstoß ab 3500 Touren, dann zieht sich die Abgasreinigung vornehm und komplett zurück, und zwar zugunsten einer sportlichen und dynamischen Motorkraft-Entfaltung.

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