18
Jun, 2018
5
Von
Dr. Gerrit W. Hartung

Rückrufaktion Audi A8

Audi verstrickt sich offenbar immer tiefer in den Abgasskandal. Nachdem es schon im Sommer eine Rückrufaktion für die Audi A7 und A8 der Baujahre 2009 bis 2013 gegeben hatte, wird nun der A8 mit dem Achtzylinder-Dieselmotor Baujahr 2013 bis August 2017 zurückgerufen. Auch hier soll es eine unzulässige Abschalteinrichtung gegeben haben.

„Im Grunde genommen ist es kaum zu glauben, dass Audi binnen weniger Wochen erneut Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen muss, um ein Update aufzuspielen, damit die Stickoxid-Grenzwerte eingehalten werden. So wird das Vertrauen der Verbraucher weiter verspielt. Zumal der jetzt betroffene A8 auch noch in die Schadstoffklasse Euro 6 eingestuft wurde. Obwohl der VW-Abgasskandal im Herbst 2015 bekannt wurde, hat die VW-Tochter auch danach anscheinend immer noch mit verdeckten Karten gespielt“, sagt Rechtsanwalt Dr. Gerrit W. Hartung, MBK Rechtsanwälte.

Entdeckt wurde die unzulässige Abschalteinrichtung bei einer Überprüfung der Motoren auf unzulässige Abschalteinrichtungen, die Audi inzwischen systematisch vornimmt, berichtet u. a. das Handelsblatt. Der Autobauer habe dann das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) informiert und die Behörde hat den Rückruf von etwa 5000 betroffenen Audi A8 angeordnet. Im ersten Quartal 2018 sollen die betroffenen Fahrzeuge voraussichtlich in die Werkstätten zurückgerufen werden, um das Update aufspielen zu lassen.

„Die Auswirkungen eines solchen Updates auf Laufleistung oder Verbrauch des Motors sind nicht klar. Möglicherweise wird durch ein Update nur ein Mangel behoben und andere entstehen dadurch. Für die Fahrzeughalter ist das Aufspielen des Updates daher ein riskantes Spiel. Abgesehen davon, dass Experten ohnehin Zweifel haben, ob ein Update ausreicht, um die zulässigen Grenzwerte einzuhalten. Fahrverbote sind immer noch nicht vom Tisch. Vom Wertverlust für gebrauchte Diesel ganz zu schweigen. Die Käufer können aber nicht für die Fehler der Autobauer verantwortlich gemacht werden. Sie haben rechtliche Möglichkeiten, sich gegen den entstandenen Schaden zu wehren“, so Rechtsanwalt Dr. Hartung, der bereits zahlreiche vom Abgasskandal betroffene Mandanten vertritt.

Daher kann geprüft werden, ob Ansprüche gegen den Händler oder Hersteller auf Rückabwicklung des Kaufvertrags geltend gemacht werden können. Zahlreiche Gerichte haben dies inzwischen bejaht. Ebenso kann der Widerruf des Autokredits in Frage kommen, wenn das Fahrzeug direkt von der Autobank finanziert wurde und diese den Verbraucher fehlerhaft informiert hat. „Der Vorteil bei einem sog. verbundenen Geschäft ist, dass mit dem erfolgreichen Widerruf nicht nur der Kreditvertrag, sondern auch der Kaufvertrag rückabgewickelt wird. Heißt: Der Kunde gibt das Auto zurück und erhält seine bereits gezahlten Raten von der Bank zurück“, erklärt Rechtsanwalt Dr. Hartung. Selbst der Nutzungsersatz, den die Bank für die gefahrenen Kilometer verlangen kann, kann bei Autofinanzierungen, die ab dem 13. Juni 2014 geschlossen wurden, ggf. komplett entfallen. Hier stehen allerdings noch obergerichtliche Urteile aus. Zwei Landgerichte haben Banken bislang Nutzungsersatz zugesprochen.

Gutachten im Abgasskandal

Gutachten werden immer wichtiger. Immer mehr Gerichte gehen in die Beweisaufnahme!

Mehr lesen

AUDI-Chef in Untersuchungshaft

Die Staatsanwaltschaft München II hat einen Haftbefehl gegen den Vorstandsvorsitzenden von Audi, Rupert Stadler, erlassen. Eine Hausdurchsuchung hatte Anfang Juni offenbar genügend Verdachtsmomente aufgetan, um einen Haftbefehl für den leitenden Audi-Manager zu rechtfertigen.

Mehr lesen

KBA verpflichtet AUDI zu Rückrufaktion A6 und A7

Dunkle Wolken über der AUDI-Zentrale in Ingolstadt: Der aktuelle Auslieferungs- und Zulassungsstopp für A6 und A7 Diesel mit V6 Motor ist den Kunden schon kaum zu erklären, nun steht sogar – nicht ganz unerwartet – eine „echte“ Rückrufaktion für die beiden Modelle ins Haus .

Mehr lesen

Porsche will Schadensersatz von AUDI

Ein zünftiger Geschwisterstreit bahnt sich da an: Porsche will laut Informationen der BILD-Zeitung 200 Millionen von AUDI und zwar als Schadensersatz für die angeblich allein durch AUDI verursachten Schäden im Rahmen des Abgasskandals.

Mehr lesen

Hausdurchsuchung bei AUDI-Chef Stadler

AUDI-Chef Stadler musste eine Durchsuchung seiner Privatwohnung über sich ergehen lassen. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen jetzt ausgeweitet und dabei konkret den AUDI-Chef in den Fokus genommen.

Mehr lesen

OLG nennt Betrugssoftware einen "erheblichen Mangel

In einer aus Verbrauchersicht sehr erfreulichen Urteilsbegründung – Aktenzeichen 6U409/17 – definiert ein deutsches Obergericht die Schummelsoftware von VW als einen „erheblichen Mangel“.

Mehr lesen

VW muss Amarok zurücknehmen - Trotz Rückrufteilnahme

Dass es einen Schadensersatzanspruch gibt, wenn unter der Haube eines Volkswagens oder einer der Töchter des VW-Konzerns ein EA189-Motor läuft, ist bereits durch mehrere Urteile festgestellt worden. Das Landgericht Frankfurt geht unter dem Aktenzeichen 2-3 O 104/17 einen deutlichen Schritt weiter.

Mehr lesen

LG Arnsberg erklärt Widerruf gegenüber der VW Bank für rechtens

Das Aktenzeichen I-2 O 45/17 steht für ein absolutes Sensationsurteil, das im beschaulichen Sauerland durch die Richter am Landgericht Arnsberg für einen Paukenschlag gesorgt hat: Das Gericht verurteilt die VW-Bank zur Anerkennung eines Widerrufes zwei Jahre nach Vertragsschluss.

Mehr lesen

Urteil gegen die VW-Bank

Das Aktenzeichen I-2 O 45/17 steht für ein absolutes Sensationsurteil.

Mehr lesen

Dieselskandal: Manager in Haft

Am 18. Juni wurde Audi-Chef Rupert Stadler in Untersuchungshaft genommen. In München wurde bereits vor Monaten der Auto-Manager Wolfgang Hatz verhaftet: In den Abgasskandal kommt Bewegung.

Mehr lesen

Rückrufaktion AUDI 3,0 TDI

Mehr lesen

Hausdurchsuchung bei AUDI-Chef Stadler

Rechtsanwalt Dr. Hartung: „In Verfahren gegen Audi als Hersteller der betroffenen Fahrzeuge ist es aus prozesstaktischen Gründen natürlich immens wichtig, dass der AUDI-Vorstand um die Manipulationen wusste.“

Mehr lesen

Fahrverbot für Diesel in Düsseldorf

Wann ein Fahrverbot in Düsseldorf kommt und wen es trifft, ist durch den sogenannten Luftreinhalteplan für die Stadt Düsseldorf noch nicht konkret geregelt.

Mehr lesen

Abgasskandal: Gewährleistungspflicht verjährt nicht

Zwei Jahre haben Betroffene im Dieselskandal Zeit, ihren Händler zur Verantwortung zu ziehen – danach endet die Gewährleistung und Schadensersatzansprüche können nur noch gegen den Hersteller gestellt werden.

Mehr lesen

V6 3,0 TDI - KBA lässt AUDI weitere Diesel zurückrufen A6/A7

Dunkle Wolken über der Audi-Zentrale in Ingolstadt: Der aktuelle Auslieferungs- und Zulassungsstopp für A6 und A7 Diesel mit V6 Motor ist den Kunden schon kaum zu erklären, nun steht sogar – nicht ganz unerwartet – eine „echte“ Rückrufaktion für die beiden Modelle ins Haus.

Mehr lesen

Musterverfahren im Abgasskandal

Das – so befürchten Kritiker – ist nichts Halbes und nichts Ganzes; aber immerhin: Das am 9. Mai 2018 von der Bundesregierung auf den Weg gebracht Musterverfahrensgesetz ist weit davon entfernt, Verbraucheransprüchen an eine Massenklage nach US-amerikanischem Vorbild zu entsprechen.

Mehr lesen

AUDI A6 TDI im Abgasskandal

Viel dicker kann es nicht kommen: AUDI ist jetzt mit der Mutter aller Dienstwagen – dem aktuellen A6 – noch ein wenig tiefer im Abgasskandal abgetaucht.

Mehr lesen

Betrugssoftware ist ein erheblicher Mangel

In einer aus Verbrauchersicht sehr erfreulichen Urteilsbegründung – Aktenzeichen 6U409/17 – definiert ein deutsches Obergericht die Schummelsoftware von VW als einen „erheblichen Mangel“.

Mehr lesen

Fahrverbot Düsseldorf - Messwerte machen Sorgen

Die Düsseldorfer Luft ist noch dicker als bislang angenommen. Der WDR hat in der Landeshauptstadt an verschiedenen Orten Messstationen eingerichtet und nach Auswertung der Daten festgestellt, dass nicht nur an den offiziellen Messpunkten Grenzwerte überschritten werden, sondern grundsätzlich da, wo auch viel Verkehr ist.

Mehr lesen

Ex-Manager von VW und Porsche in Haft

In München wurde der Auto-Manager Wolfgang Hatz verhaftet: In den Abgasskandal kommt etwas Bewegung. Erstmals wurde mit Wolfgang Hatz ein ehemaliger Volkswagen-Manager wegen seiner Verstrickungen in die Diesel-Affäre wegen Flucht- und Verdunklungsgefahr in Untersuchungshaft genommen.

Mehr lesen

Fahrverbote in Hamburg

Was bedeutet das Dieselfahrverbot in Hamburg? Rechtsanwalt Dr. Gerrit Hartung ist Herausgeber des Portals www.pkw-rueckgabe.de und engagiert sich auf Verbraucherseite im Abgasskandal für betroffene Mandanten.

Mehr lesen

Fahrverbote für Diesel

In immer mehr deutschen Städten zeichnen sich Fahrverbote für Diesel-Fahrfahrzeuge.

Mehr lesen

Razzia bei Audi - 200.000 PKW unter Verdacht

Abgasskandal und kein Ende bei Audi. Wegen des Verdachts der Abgasmanipulation kam es beim Audi-Werk in Neckarsulm und der Zentrale in Ingolstadt am 6. Februar 2018 zu einer Razzia.

Mehr lesen
Wir rufen an Werktagen von 8 bis 17 Uhr innerhalb von 60 Minuten zurück!