01
Jun, 2018
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Von
Dr. Gerrit W. Hartung

Porsche: LKA ermitteln auch gegen Manager

Eine Razzia kann Deutschlands Autobauer nicht mehr überraschen – zu oft stehen Staatsanwaltschaft und die Experten vom Kraftfahrtbundesamt unangemeldet vor der Tür. Eher selten ist es  – wie man aktuell bei Porsche erfahren durfte – , dass nicht nur die Büros der Entwicklungsabteilungen durchsucht wurden, sondern diesmal auch ein ranghoher Porsche-Manager im Fokus der Ermittlungen steht. Besitzer von Porsche Macan und Cayenne wird es interessieren.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart lässt nicht locker und weitet ihre Ermittlungen gegen Porsche-Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Betrug mit Dieselabgaswerten aus – am 18. April durchsuchten 200  Einsatzkräfte der Landeskriminalämter Baden-Württemberg und Bayern mehrere Porsche-Gebäude. Wieder sollte es um den Nachweis des Betruges und der strafbaren Werbung gehen. Die Presse erfuhr nichts wirklich substantielles, nur dass in Bezug auf mögliche Manipulationen der Abgasreinigung von Dieselautos gegen drei Beschuldigte ermittelt werde. Besonders prekär für den moralisch angeschlagenen Hersteller: Unter den drei Verdächtigen ist auch ein ranghohes Mitglied des Porsche-Vorstandes sowie ein Mitglied des höheren Managements.

Rechtsanwalt Dr. Hartung, der bereits zahlreiche Cayenne- und Macan-Besitzer in Klagen gegen Porsche-Händler und den Hersteller selbst vertritt: „In möglichen Betrugsklagen gegen den Hersteller ist es natürlich entscheidend, ob Manipulationen von oben gesteuert wurden oder nicht. Wird Managern Fehlverhalten vorgeworden, dann hat das Auswirkungen auf die Schuldfähigkeit der kompletten Marke.“

Schon jetzt urteilen die meisten deutschen Landgerichte sehr verbraucherfreundlich in Bezug auf Rückgaben von Porsche der Schadstoffklasse 6. Die aktuellen Ermittlungen könnten unter Umständen ergeben, dass auch Cayenne und Macan der Schadstoffklasse 5, also ältere Modelle betroffen sein könnten, drunter auch der Panamera.

Die großen Porsche Diesel-SUV (Cayenn, Macan) werden ausnahmslos von VW-Tochter Audi motorisiert. Deren V6- und V8-Motoren stehen unter dem dringenden Verdacht, die Abgasregelung je nach Belastung des Motors herunter zu regeln und nur auf dem Prüfstand EU-konforme Werte zu produzieren.  Porsche spielt das Unschuldslamm und klagt bereits gegen Audi . Dr. Hartung: „Sollte sich herausstellen, dass hochrangige Porsche-Manager von den Motormanipulationen wussten, dann wird es eng für Porsche und der ‚Schwarze Peter‘ bleibt im Haus!“

Rechtsanwalt Hartung ist Herausgeber des Portals pkw-rueckgabe.de, Kooperationsanwalt der IG Dieselskandal und seit 2015 engagierter Rechtsbeistand für Verbraucher und Unternehmer, die sich mit den Konsequenzen des Dieselskandals nicht abfinden wollen.

Gutachten im Abgasskandal

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Dieselskandal: Manager in Haft

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Bislang sind folgende Modelle offiziell von Rückrufaktionen betroffen:

Macan 3,0 Liter TDI (Schadstoffklasse 6)

Cayenne 3,0 Liter TDI (Schadstoffklasse 6)

Cayenne 4,2 Liter TDI (Schadstoffklasse 6)

Panamera 3,0 Liter TDI (Schadstoffklasse 6)

Panamera 4,2 Liter TDI (Schadstoffklasse 6)

Porsche verliert erstes Verfahren

Im ersten offiziell bekannt gewordenen Urteil verurteilt das Landgericht Stuttgart den Sportwagenhersteller zur Erstattung des Kaufpreises in Höhe von 60.000 Euro. Es ging um einen Cayenne der Schadstoffklasse 6. Das Gericht wirft Porsche vor, aus Profitgier die Abgasanlage manipuliert zu haben (Urt. v. 25.10.2018, Az. 6 O 175/17).

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Die Düsseldorfer Luft ist noch dicker als bislang angenommen. Der WDR hat in der Landeshauptstadt an verschiedenen Orten Messstationen eingerichtet und nach Auswertung der Daten festgestellt, dass nicht nur an den offiziellen Messpunkten Grenzwerte überschritten werden, sondern grundsätzlich da, wo auch viel Verkehr ist.

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