Diesel Skandal

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BMW Diesel zurückgeben

BMW steckt auch tief drin im Abgasskandal : Zwar wird noch alles dementiert, aber die Anfang Dezember 2017 vorliegenden Untersuchungsergebnisse von Messungen der Deutschen Umwelthilfe beißen sich schon massiv mit den bisherigen Aussagen von BMW-Chef Harald Krüger, der vehement betonte: "Es gibt keine Abschalteinrichtungen bei BMW".  Die DUH hatte Hinweise veröffentlicht, die auf die Funktionalität einer Abschaltvorrichtung im Rahmen der Abgasreinigung hinweist.

BMW Diesel zurückgeben

Getestet worden war der neue BMW 320 d, mit dem nun nach dem Porsche Cayenne und dem Audi A8 ein weiterer Fahrzeugtyp der Schadstoffklasse 6 in den Fokus des Abgasskandals rutscht. besonders prekär: BMW verbindet schon heute im Gegensatz zur Konkurrenz die effektivsten Systeme und kann eigentlich nicht mehr machen. Rechtsanwalt Dr. Hartung: "Und wenn schon die 'Besser-geht's-nicht-Autos' als Dreckschleudern geoutet werden, was ist dann erst mit den Vorgängern aus der Schadstoffklasse 5?"

Veröffentlicht wurden jetzt Messergebnisse, die im Alltagsbetrieb die Vorgaben des Labortests nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) um ein vielfaches Überschreiten, z.B. im Bereich der Stickoxyde. Das "Modell BMW" lässt das Getriebe grundsätzlich unter 3500 Touren schalten, geht es über 2500 Touren, dann geht reduziert die Abgaselektronik ihre Arbeit. Explodiert dann der Schadstoff-Ausstoß ab 3500 Touren, dann zieht sich die Abgasreinigung vornehm und komplett zurück, und zwar zugunsten einer sportlichen und dynamischen Motorkraft-Entfaltung.

Achtung: Gewährleistungsansprüche verjähren

Hartung: "Da kann man von tiefgreifenden und zielgerichtet vorgenommenen Manipulationen in der Motorsteuerung ausgehen, die konkret umgesetzt wurden, um einen BMW auf dem Prüfstand bestehen zu lassen, ohne im Alltagsbetrieb Opfer bringen zu müssen!" BMW hält sich aktuell mit Statements etwas zurück, führt nur an, dass mögliche Abweichungen im Rahmen der Toleranzen lägen, was eigene Untersuchungen und Tests bei unabhängigen Gutachtern erwiesen hätten. Laut DUH würden Grenzwerte im Alltagsbetrieb um ein 7-faches überschritten.

Rechtsanwalt Hartung empfiehlt Dieselfahrens, ihren BMW beim Händler zurückzugeben und zumindest schon einmal engagiert ins außergerichtliche Verfahren einzusteigen. Insbesondere bei Autos, die jünger als zwei Jahre sind, sollten jetzt im Rahmen der Gewährleistung Nachbesserungen und in der Konsequenz die Rücknahme gefordert werden. Insbesondere PKW-Eigentümer, die eine Verjährung der Gewährleistungsfrist befürchten, sind angehalten, fristverlängernde Maßnahmen anzustoßen.

Auch EU Kommission ermittelt gegen BMW

Mit einem Überraschungsbesuch in der Münchner Konzernzentrale hatte die untersuchende EU-Kommission im Herbst 2017 den Druck auf die Beteiligten des Autokonzerns massiv erhöht und eindrucksvoll bewiesen, dass die kartellrechtlichen Vorwürfe gegen Mercedes, BMW und Volkswagen mit den Töchtern AUDI und Porsche noch nicht zu den Akten gelegt wurden. Laut Bundeskartellamt handelt es sich bei der durchgeführten Nachprüfung um eine unangekündigte Untersuchung. Die Razzia bei BMW war im Rahmen der Aufarbeitung der kartellrechtlichen Vorwürfe gegen BMW und weitere deutsche Autobauer nach langer Zeit ein erstes Lebenszeichen der Ermittler.

Schon vor Monaten waren weitere Untersuchungen angekündigt worden. Die Daimler AG beschloss daraufhin, sich als Kronzeuge zur Verfügung zu stellen, ein Angebot, das kurz vor der Razzia bei BMW noch einmal unterstrichen und neu formuliert wurde. Während BMW bis heute jede Beteiligung an kartellrechtlichen Absprachen abstreitet, bekommen sich die VW-Töchter darüber mitunter auch schon mal öffentlich in die die Haare. So wurde jetzt bekannt, dass Porsche der Konzernschwester AUDI 200 Millionen Euro in Rechnung stellt für die Lieferung von Motoren für Cayenne und Macan, die angeblich ohne Wissen des Bestellers mit einer Software ausgerüstet worden waren, die auf dem Prüfstand Grenzwertunterschreitungen vorgaukeln sollte.

Big Five erwarten Ärger mit der EU-Kommission

Die aktuellen kartellrechtlichen Untersuchungen beziehen sich auf Absprachen der „Big Five“ im Dieselskandal, aber auch bezüglich der Bauteile und der Entwicklungen im Benziner-Bereich.
Mit der angestrebten Kronzeugenregelung könnte DAIMLER einem zu erwartenden 3-stelligen Millionenbußgeld entgehen, der „Strafe durch den Verbraucher“ aber nicht. Rechtsanwalt Dr. Gerrit Hartung, der bereits zahlreiche Opfer im Abgasskandal vertritt: „Wenn diese Absprachen nachgewiesen werden, dann haben natürlich auch Besitzer von Mercedes-Dieseln Anspruch auf Ersatz des merkantilen Schadens, der durch den gemeinsam zu verantwortenden Dieselskandal entstanden ist. Bei neueren Modellen steigt auch die Chance, einen Rückgabeanspruch gegenüber dem Händler durchzusetzen.“

Aus der BMW-Konzernzentrale ist zu erfahren, dass es keinerlei Untersuchungen in Bezug auf Abgasmanipulationen gäbe und dass sich die kartellrechtlichen Ermittlungen im Untersuchungsstatus befänden. Ermittlungen würden nicht automatisch bedeuten, dass das Unternehmen für irgendetwas zur Verantwortung gezogen würde.

BMW-Fahrer können folgende Optionen prüfen lassen:

  • Auto jünger als 2 Jahre? Geben Sie Ihren Diesel beim Händler zurück
  • Auto älter als 2 Jahre? Machen Sie gegenüber dem Hersteller den Ihnen entstandenen Schaden geltend
  • Bei der Autobank finanziert? Prüfen Sie die Widerrufsbelehrungen und treten Sie vom Vertrag zurück

 

Dr. Hartung – Fachanwalt für Strafrecht aus Mönchengladbach - bietet hier eine kostenlose Ersteinschätzung inkl. Abfrage bei der Rechtsschutzversicherung an.

Sie wollen zeitnah unterrichtet werden: Treten Sie unsere "Interessengemeinschaft BMW im Abgasskandal" bei.  Anmeldungen können unverbindlich und kostenlos - HIER - vorgenommen werden.